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Das Chinesische Kulturzentrum Berlin feiert den ersten Internationalen Tag des Taijiquan bei sonniger Frühlingsluft
Am vergangenen Samstag beging die Welt den ersten Internationalen Tag des Taijiquan. Nachdem das Taijiquan 2020 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde, legte die UNESCO im vergangenen Jahr den 21. März als Internationalen Tag des Taijiquan fest.
![]() Zu den Gästen zählten Taijiquan-Begeisterte aller Altersklassen und Niveaustufen. So zeigten junge Lernende vom TSV Spandau 1860 sowie der WenWu Schule Berlin große Präsenz, aber auch etablierte, erfahrene Sportlerinnen und Sportler - darunter Taijiquan-Lernende des Chinesischen Kulturzentrums - beeindruckten mit sagenhafter Fitness und Präzision. Besondere Ehrengäste waren die Cheftrainerin des deutschen Wushu-Teams und Lehrerin am Chinesischen Kulturzentrum, Wu Min, sowie Vizepräsident der Deutschen Wushu Federation, Eric Jonischkeit. Der Tag begann mit einer Begrüßung durch Vizedirektor He Wenbo des Chinesischen Kulturzentrums Berlin, die überraschend mit einem Gruß mit gefalteten Händen, wie er in der chinesischen Kampfkunst typisch ist, erwidert wurde. Anschließend gab Eric Jonischkeit einen Beitrag über die Dimensionen des Taijiquan heute sowie über Herausforderungen für Anfängerinnen und Anfänger. Herrn Jonischkeit gelang es, dieses überaus komplexe Thema in nur wenigen Worten präzise zu umreißen, obgleich sich zu Taijiquan, seiner Geschichte, Tradition und Definition, sowie seinem Nutzen für Seele und Geist, deutlich weiter ins Detail gehen ließe. Es folgte ein Programm an Darbietungen durch die Lernenden. Mit beeindruckender Synchronität und eiserner Körperspannung präsentierten sie unterschiedliche Formen. Auch Praktiken mit Fächern und Schwertern befanden sich darunter. ![]() Die klare Märzluft und den Sonnenschein nutzend begaben sich schließlich alle gemeinsam in den benachbarten Tiergarten, um dort zusammen weitere Formen zu üben. In Reih und Glied allesamt in weißer Kluft gab die Gruppe ein eindrucksvolles Bild in der frühlingshaften Landschaft ab und zog die Blicke so mach eines vorbeigehenden Parkbesuchers an. Die Taijiquan-Lehrerin und mehrfache Preisträgerin Ariane Tovazzi praktiziert Taijiquan und Wushu seit fast 30 Jahren bei Meisterin Wu Min. Während es ihr zu Beginn vor allem um einen gesunden Körper ging, habe Taijiquan für sie heute viele unverzichtbare Vorteile - es sei nicht nur Sport, sondern bedeute auch Lebenspflege. Sie betonte, man könne Taijiquan überall machen, sogar an der Bushaltestelle, ohne dass es jemand mitbekommt. Auch könne man lernen, die Muskeln unterschiedlich stark zu engagieren, dann könne man den Körper gezielt aktivieren. Dies nenne sich „volles“ Tai Chi. Ariana Tovazzi empfand die Veranstaltung als locker und harmonisch. Alle hätten miteinander gearbeitet und draußen sei es dank des Taijiquan auch nicht kalt geworden. Zum Abschluss des Tages kehrten die Lernenden ins Chinesische Kulturzentrum zurück. Einige konnten nach dem Sport in Ruhe eine Kleinigkeit zum Essen genießen. Andere hingegen mussten sich beeilen, da sie am Nachmittag schon der nächste Wushu-Kurs erwartete. |
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