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Dunhuang und der kulturelle Austausch auf der Seidenstraße



Am 12.07.2015 hielt der renommierte Forscher und Seidenstraßenspezialist, der Direktor des Information Center for Dunhuang Studies der Dunhuang Research Academy, Herr Dr. ZHANG Yuanlin einen sehr ansprechenden Vortrag über den kulturellen Austausch auf der Seidenstraße und die Kunst in Dunhuang. Dieser Vortrag bot viel Überraschendes für das trotz Hochsommertemperaturen zahlreich anwesende Publikum. Es entstand ein lebhafter Austausch zwischen Herrn Dr. Zhang, dem anwesenden Publikum und Berliner Experten von dem Museum für Vorderasiatische Kunst in Berlin-Dahlem.
Die Seidenstraße war seit dem zweiten Jahrhundert v. Chr. eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen China und dem eurasischen Festland. Bei der chinesischen Stadt Chang´an ihren Anfang nehmend (heute Xi ´an, Provinz Shaanxi), erstreckte sie sich in Richtung Nordwesten über den in der heutigen Provinz Gansu gelegenen Hexi-Korridor am Gelben Fluß entlang (He Xi Zou Lang) und durch die sogenannte Westregion (das heutige Autonome Gebiet Xinjiang in China). Weiter führte die Verbindung nach Zentral-, Süd- und Westasien, und erstreckte sich schließlich bis an die Küste des Mittelmeeres. In den mehr als 1300 Jahren bevor sie von der „Seidenstraße des Meeres“ abgelöst wurde, verband die Seidenstraße China mit dem asiatischen und europäischen Festland. Dunhuang war ein wichtiges „Nadelöhr“ auf dieser Verkehrsroute.
Herrn Dr. Zhang lag besonders am Herzen die herausragende Bedeutung der Seidenstraße für kulturellen, künstlerischen und auch religiösen Austausch darzulegen, welcher neben einem reghaften Warenhandel ausschlaggebened für China und Vorderasien über mehr als 1000 Jahre waren. Indische Gottheiten zeigten in den Wandmalereien Ähnlichkeiten mit Göttern aus dem antiken Griechenland und gegenseitige Einflüsse sind so verwoben, dass spannende Fragen zu der ersten ursprünglichen Herkunft etwa von Shiva oder auch gewissen Merkmalen von Zeus noch einmal aus einem anderen Blickwinkel gestellt werden könnten.
Insgesamt war dieser Vortrag höchst anregend, wie sich auch in der anschließenden Fragerunde und Diskussion darstellte. Für alle wurde diese Veranstaltung somit zu einem interessanten kulturellen Austausch, welcher ganz im Zeichen und der Tradition des kulturellen Austausches der Seidenstraße stand.