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Nord.Botschaften/Adenauer Stiftung
M29 Lützowplatz

Klingelhöferstr. 21
10785 Berlin


„Der Klang der chinesischen Zither“
Guqin-Konzert

Veranstalter: Chinesisches Kulturzentrum Berlin;
Zentrum für Internationalen Kulturaustausch
Partner: Akademie der Künste Berlin;
Chinesisches Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“ in den Gärten der Welt

Die chinesische Zither Guqin, auch siebensaitige Qin genannt, ist eines der ältesten und traditionsreichsten chinesischen Zupfinstrumente. Sie verfügt über eine breite Klang-Palette und zeichnet sich besonders durch ihre tiefen und langen Töne aus. Als erste der vier großen chinesischen Kunstformen des Altertums, nämlich „Qin, Schach, Kalligraphie und Malerei“ verkörpert das Guqin-Spiel das philosophische Prinzip vom Einklang zwischen Mensch und Natur. Für die Gelehrten des Altertums war die Guqin ein obligatorische Musikinstrument das der Kultivierung und Erbauung diente. Seit dem Jahr 2003 zählt die Guqin zum immateriellen Weltkulturerbe Chinas.

Durch den Vortrag „Der Klang der chinesischen Zither“ und das Guqin-Konzert wird eine zauberhafte Atmosphäre geschaffen, in der Sie wohlklingende Klänge der chinesischen Zither genießen können. Die Künstler stellen Vergangenheit und Gegenwart ihres Instruments vor und führen die Gäste in die Welt des Guqin-Spiels ein. Durch die Präsentation traditioneller Melodien im Kontrast zu bearbeiteten Stücken, die ursprünglich für Violine und Klavier komponiert wurden, können Sie die lange Geschichte und den kulturellen Charme der Guqin nachempfinden und darüberhinaus die Innovationsfähigkeit und Vitalität der Spielkunst, durch Verbindung von chinesischer und westlicher Kultur, erleben.



I.
Akademie der Künste Berlin
(Interne Veranstaltung)
Termin: Donnerstag, 15. August 2019, 19:30 Uhr
Ort: Akademie der Künste Berlin, Potsdamer Str. 199, 10783 Berlin

II.
Chinesisches Kulturzentrum Berlin
(Öffentliche Veranstaltung, Anmeldung erforderlich)
Termin: Freitag, 16. August 2019, 19:00 Uhr
Ort: Chinesisches Kulturzentrum Berlin, Klingelhöferstr. 21, 10785 Berlin

III.
Chinesisches Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“ in den Gärten der Welt - Berlin-Marzahn
(Geladene Gäste)
Termin: Samstag, 17. August 2019, 18:30 Uhr
Ort: Chinesisches Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“
in den Gärten der Welt - Berlin-Marzahn,
Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin


1. „Die Guqin – Damals und Heute“ - Vortrag (Chinesisch mit Dolmetscher)

Vortrag:
Die Guqin blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Der Vortrag geht auf die Entwicklungsgeschichte des Instruments , von seinen Anfängen über die frühe Qin-, die Han- und Wei-Dynastie bis hin zur Ming- und Qing-Zeit. Dabei zeichnet sich ein historisches Bild der Guqin-Musik ab, welches neben dem Instrument selbst, seiner Kultur, wichtigen Vertretern insbesondere das klassische Repertoire umfasst.

Referent:

Wu Wenguang (geb. 1946 in Changshu, Jiangsu) ist Sohn des Guqin-Musikers Wu Jinglüe und Begründer der Wu-Schule von Yushan. In den 80er Jahren studierte er in den USA und promovierte zu Themen der Ethnomusikologie (Vergleichende Musikwissenschaft). Er arbeitete als Tutor für Kurse der Nationalen Musikwissenschaften und der Chinesischen Musikgeschichte, unterrichtete Guqin-Musik am Chinese Conservatory of Music und wirkte als Direktor der Forschungsabteilung des Musikmuseums. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt im historischen Studium der Realmusik. Seit Ende der 70er Jahre setzt sich Wu für die Erforschung des Guqin-Verzeichnisses „Wundersame Geheimnisse“ (shenqi mipu) aus der Ming-Dynastie ein. Die erfolgreiche Archivierung und Rekonstruktion von Noten und tatsächlichen Klängen antiker chinesischer Musik ist zu großem Teil sein Verdienst. Zu den Dutzenden antiken Stücken, die er und sein Vater in eine moderne Notation übertrugen und mit neuem Leben erfüllten, gehören „Die Orchidee“, „Das Lied vom Reisig“, „Lisao-Gedicht“, „Wildgans im Herbst“, „Große Hujia“, „Kleine Hujia“, „Liezi Yufeng“ und „Guanju“. Seine Forschungen sind Teil zentraler Forschungsprojekte des chinesischen Kulturministeriums, dem Vorgängerministerium des heutigen Ministeriums für Kultur und Tourismus.



2. „Der Zauber der chinesischen Zither“ - Guqin-Konzert

Referent: Wu Wenguang
Guqin: Li Linchen, Sun Haopeng
Klavier: Li Shangqian
Violine: Zhang Fan


Musikalisches Programm:
1. „Fließendes Wasser“
In der chinesischen Frühlings- und Herbstperiode (~ 400 v. Chr.) war die folgende Geschichte weit verbreitet: „ Boya verstand sich auf das Qin-Spiel und Zhong Ziqi hörte ihm gern zu. Was immer Boya auch dachte, Zhong Ziqi verstand ihn.“ In jener Zeit entstanden die musikalischen Themen vom „Fließenden Wasser“ und „Hohen Bergen“.

2. „Weinseligkeit“
Zu Zeiten der Wei und Jin (220 – 420) lebte eine Gruppe von Einsiedlern, die ihre Gefühle zwischen Bergen und Flüssen auslebten. Sie spielten auf der Qin, tranken Wein, verfassten Gedichte und sangen. Einer von ihnen war Ruan Ji. Der Legende nach komponierte er die Guqin-Melodie „Weinseligkeit“, in der er schilderte, wie er bei Musik und Wein seine Sorgen vergisst.

3. „Nächtlicher Vogelruf“
In der Zeit der Südlichen und Nördlichen Dynastien (420 – 589) entswickelte sich die Qin-Melodie „Nächtlicher Vogelruf“. Mit dem im Titel genannten Vogel, „wu“, ist die Dohle, „ciwu“, gemeint, deren nächtlicher Ruf im alten China als gutes Omen galt. Diese Melodie beschreibt den Ruf einer Dohle bei Nacht.

4. „Blätter tanzen im Herbstwind“
Dieses Musikstück von besonderem Charakter wurde zu Zeiten der Qing (1636 – 1912) vom bekannten Qin-Musiker Zhuang Zhenfeng (1624 – 1667) komponiert. Wu Jinglüe, der die Noten in ihre moderne Fassung brachte, hat die graziösen und tanzenden Bewegungen der Blätter des Phönixbaumes anschaulich herausgearbeitet. Das Stück ist zwar kurz, sein Nachhall dafür umso länger.

5. „Ständchen“ (Franz Schubert)
„Ständchen“ - Guqin-Adaption einer Serenade von Franz Schubert.

Abteilung für kulturelle Veranstaltungen
Chinesisches Kulturzentrum Berlin