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„Cloud-Reise durch China“ --„Kulturreiches China“

Der Nachklang der Göttlichen
- Guqin-
Kulturausstellung des Palastmuseums Beijing


Die chinesische Zither Guqin zählt nicht nur zu den ältesten chinesischen Musikinstrumenten, sie ist auch essenzieller Bestandteil traditioneller chinesischer Musikgeschichte und gesellschaftlicher Rituale. Der besondere Stellenwert des Instruments wird in der Entstehung des Begriffes "Qin" bzw. "Guqin" deutlich - So bezog sich der Ausdruck "Qin" im Altertum ausschließlich auf das Instrument, das wir heute als "Guqin", d.h. "Alte Qin", kennen. Inzwischen dient der Ausdruck "Qin" in der chinesischen Sprache als Sammelbegriff für gezupfte Saiteninstrumente aller Art. Die Unterscheidung ermöglicht nicht nur eine Differenzierung, es wird auch die zentrale kulturelle Bedeutung der "Guqin" deutlich. Der aus dem Altchinesisch stammende Ausdruck "Qin" als ursprüngliche Bezeichnung der "Guqin" vereint heutzutage eine Vielzahl vergleichbarer Musikinstrumente - dem Piano eingeschlossen - und ordnet diese dabei der Guqin unter.

Als Musikinstrument blickt die Guqin auf eine lange und einzigartige Entstehungsgeschichte zurück. Ausgehend von den fünfsaitigen Guqins der Yao- und Shun-Zeit (ca. 2353 - 2234 v. Chr.) über die erste uns bekannte und überlieferte siebensaitige Guqin der Tang-Dynastie (617 - 907 n. Chr.), die im Wesentlichen bereits unserer heutigen Bauweise glich, bis hin zu den zeitgenössischen Guqin-Variationen sind mehrere tausend Jahre vergangen. In dieser Zeit ist ein Mikrokosmos entstanden, der neben dem Instrument als solches, die Virtuosen, Kompositionen und eine eigenständige Musiktheorie miteinander verbindet. Unter den vier großen Künsten des chinesischen Altertums, steht die Qin, neben dem chinesischen Schachspiel, der Kalligraphie und der Malerei, an erster Stelle und war somit seit jeher obligatorischer Bildungsbestandteil für Aristokraten und Gelehrte. Ihr zeremonieller Charakter ließ sie zu einer elementaren Komponente alter chinesischer Rituale werden.

Das Palastmuseum in Beijing besteht in den Mauern der ursprünglichen Palastanlage aus Zeiten der Ming und Qing und beinhaltet eine umfangreiche Sammlung prachtvoller Schätze aus den Herrscherhäusern beider Dynastien. Im Zusammenhang mit dem Aufbau seines umfangreichen Bestands hat das Palastmuseum seit seiner Gründung eine unvergleichliche Anzahl an Guqins zusammengetragen - diese Sammlung ist die weltweit größte ihrer Art. Das Museum beherrbergt 88 Guqin-Musikinstrumente aus den verschiedensten chinesischen Epochen, von der Tang- über die Song-, Yuan-, Ming- und Qing-Dynastie werden diese vollständig, chronologisch, entsprechend der Entwicklungsgeschichte des Instruments, präsentiert. Anhand einiger sorgsam ausgewählter und für ihre jeweilige Epoche repräsentativer Guqins aus der Sammlung des Palastmuseums skizziert diese Ausstellung die Entwicklung der Guqin in ihrem jeweiligen historischen Kontext. Die Ausstellung präsentiert zudem eine Vielzahl kultureller Relikte, die mit der Guqin in Zusammenhang stehen, und führt mit deren Hilfe den Facettenreichtum der Guqin weiter aus.

Wir danken dem Palastmuseum Beijing für die freundliche Unterstützung dieser Ausstellung.

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