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„Happy Chinese New Year“ 2021 Online-Feier:

„Verliebt in die Szechuan-Küche“
–Zum chinesischen Neujahrsfest und dem Beginn des Jahres des Ochsen gemeinsam zu Tisch



Wenn China zum Frühlingsbeginn das neue Jahr begrüßt, darf die Szechuan-Küche für eine feierliche Stimmung nicht fehlen. Kochkunst aus der Provinz Sichuan (bzw. Szechuan), in China auch Chuan-Küche genannt, stellt für viele Menschen die Grundlage eines gelungenen und ausgelassenen Neujahrsfestes dar. Manche Menschen können das Fest, ohne den pikanten Geschmack der Chuan-Küche auf ihrer Zunge, gar nicht mehr genießen. Neben Einheimischen kommen Menschen aus aller Welt, die China auf ihren Reisen entdecken, aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, wenn sie das erste Mal in ihrem Leben ein echtes Szechuan-Feuertopffondue aufgetischt bekommen.

Wir fragen uns, woher diese Beliebtheit der Szechuan-Küche eigentlich kommt und wann der würzig-pikante Geschmack dieser Kochkunst die Herzen der Menschen in China eroberte? Dabei ist die Antwort relativ simpel: Ganz plötzlich war er da, der scharfe Geschmack aus Szechuan. In Windeseile und unbemerkt hat die Chuan-Küche ganz China für sich erobert. Dabei wurde das pikante Chuan-Aroma auch ganz nebenbei zu einer typisch-chinesischen Geschmacksrichtung. Ganz gleich ob bei Treffen mit Freunden oder mit der Familie, auf jeder chinesischen Tafel dürfen inzwischen mindestens ein oder zwei schmackhafte Chuan-Gerichte nicht mehr fehlen.

Als eine der acht großen Hauptküchen Chinas zeichnet sich die Szechuan-Küche durch ihren außergewöhnlichen Ressourcenreichtum aus. Sie greift auf eine Vielzahl unterschiedlicher Gewürze zurück und hat dabei unzählige Geschmacksrichtungen und verschiedenartige Gerichte hervorgebracht. Ihre Geschmackspalette reicht von frischen, milden bis hin zu scharf-gewürzten Gerichten und dem für die Provinz Sichuan berühmten Ma-Geschmack, der uns mit seinem leichten Prickeln auf der Zunge ein besonderes Geschmackserlebnis bietet. Die Szechuan-Küche zeigt sich innovativ, indem sie auf Methoden und Stilrichtungen zurückgreift, die sich auch anderswo bewährt haben. So erfindet sich die Chuan-Küche stetig neu und erweitert dabei unaufhörlich ihren eigenen Horizont sowie den von Gourmets weltweit. Doch obwohl die Chuan-Küche zahlreiche Einflüsse verschiedener Regionen Chinas in sich vereint und dabei auch auf anspruchsvolle Zubereitungsmethoden zurückgreift, bleibt sie stets ihrem unverwechselbaren, regionalen und einfachen Charakter treu.

„Verliebt in die Szechuan-Küche“ ist eine aus fünf Kurzfilmen bestehende Serie, die kulinarische Erlebnisse aus der Perspektive von Menschen, die es zum Reisen, Studieren oder Arbeiten aus der Welt nach China gezogen hat, erzählt. Ihre Augen, Ohren, Nase und Mund sollen uns die Möglichkeit bieten, den Charme der Chuan-Küche auf unverwechselbare Weise zu erleben.

Dabei wird deutlich, dass auch für eine Stadt das altbewährte Sprichwort gilt:
„Liebe geht durch den Magen“

Besonderer Dank gilt dem Amt für Kultur und Tourismus der Provinz Sichuan

Ein Essensliebhaber aus Übersee und Hühnersalat in siedendem Öl

Der Hühnersalat in siedendem Öl ist eine bekannte Vorspeise der Szechuan-Küche. Sein pikanter Geschmack hat bereits viele Touristen aus dem Ausland begeistert und auch Jordan, aus Kanada, verliebte sich in Chengdu, die Hauptstadt der Provinz Sichuan, nachdem er von diesem Gericht nicht mehr genug bekommen konnte. Der Hühnersalat lässt nicht nur das Wasser im Mund eines jeden Menschen zusammenlaufen, sondern bringt Einheimische und nach Sichuan kommende Ausländer täglich einander näher.



Claudie und ihr Mapo-Tofu

Hinter dem einfachen und leicht einprägsamen Namen, Mapo-Tofu, steckt eine durchaus komplizierte Zubereitung. Neben den bekannten Zutaten, Tofu, Blumenpfeffer und einige mehr, sind es vor allem die vielen weniger bekannten Zusätze und Gewürze, die dem Gericht seinen einzigartigen Charakter verleihen; darunter die sogenannte fünffache Harmonie der Chuan-Küche, feines Hackfleisch, Knoblauchsprossen, Bohnensauce, feingehackter Knoblauch und Ingwer. Als italienische Kultur-Botschafterin der Chuan-Küche hat Claudie dieses Gericht nicht nur ihren italienischen Landsleuten und der Welt auf der EXPO in Mailand nähergebracht, sie reiste zuvor erst nach Chengdu, um die Zubereitung dieses Gerichts von den größten Meistern zu lernen.



Lewis und der Szechuan-Feuertopf

Lewis, unser britischer Kultur-Botschafter der Chuan-Küche, ist extra nach Chengdu gereist, um dort von der berühmten Meisterin und Restaurantbesitzerin La Jie die Herstellung des authentischen Chengdu-Feuertopfs, dem typischen Szechuan-Fondue, zu erlernen. „Schärfe der vier Schichten“ nennt sich diese Art der Zubereitung, dessen Seele im Chili verborgen ist, weshalb die Verwendung der passenden Chili-Sorte überaus bedeutend ist. Erst der Chili-Pfeffer des Mumabergs in Sichuan verleiht dem Gericht seine kräftige und hellrote Farbe, dazu verwendet Lewis Weiyuan-Pfeffer und dicke Bohnenpaste, um dem Fondue zusätzlichen Geschmack und Schärfe zu verleihen. Im authentischen Sichuan-Feuertopf kommt die ganze Gastfreundschaft der Menschen Sichuans zu vollem Ausdruck und das Gericht verbindet dabei die Menschen vor Ort mit der ganzen Welt.

Ksenia und eingelegtes Gemüse aus Szechuan

Eingelegtes Gemüse aus Szechuan ist nicht einfach nur typisch für die Region, es gibt Menschen in Sichuan, die es am liebsten täglich essen. Die Beliebtheit erklärt auch, warum ein Gärtopf im Museum für Chuan-Küche in Chengdu, das selbst über 6.000 weitere Exponate zählt, ganze vier Millionen Yuan wert ist. Das Museum selbst ist inzwischen zu einer angesehenen Plattform für den Austausch rund um die Chuan-Küche herangewachsen. Hier werden Traditionen rund um die Gemüsekonservenherstellung in Sichuan gepflegt und es wird ein wertvoller Beitrag zu deren Verbreitung geleistet. Vor Ort können sich Menschen aus aller Welt von wunderbaren Gerichten, wie dem eingelegten Gemüse aus Sichuan, überzeugen lassen. Auch Ksenia, russische Kultur-Botschafterin der Szechuan-Küche, hat ihre Leidenschaft für eingelegte Gemüsegerichte aus Sichuan in Chengdu entdeckt. Hier hat sie auch gelernt, wie sie selbst Gemüse nach alter Szechuan-Tradition konservieren kann.



Kim und Schweinegeschnetzeltes mit Fischaroma

Kim stammt ursprünglich aus Deutschland und musste erst 81.000 km sowie 70 Staaten auf dem Fahrrad hinter sich lassen, bevor er letztendlich in Chengdu eintraf. Seine lange Reise begann in Barcelona und endete mit einem Gericht in Szechuan. Schweinegeschnetzeltes mit Fischaroma war für Kim der Grund sich in Chengdu niederzulassen. Dieses Gericht gab seinem Leben neuen Sinn und in dieser Episode zeigt uns unser Freund aus Deutschland, wie er das Gericht auf authentische Weise zubereitet.