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Veranstaltung des Chinesischen Kulturzentrums Berlin: Lesung -- Reisebericht aus China: „Durchs wilde Tibet – Ein Roadtrip über das Dach der Welt“
Am Abend des 13. Oktober 2025 organisierte das Chinesische Kulturzentrum Berlin erfolgreich einen Kultursalon, der der chinesischen Reiseliteratur gewidmet war, und präsentierte die Veranstaltung „Lesung chinesischer Reiseberichte: Durchs wilde Tibet“. Der Gastredner war Volker Müller, der deutsche Übersetzer der Werke „Mein Weg im Himalaya – eine Wanderung von 1000 Meilen, für eine Begegnung mit Dir“ und „Durchs wilde Tibet, ein Roadtrip über das Dach der Welt“, durch den der einzigartige Charme der zeitgenössischen chinesischen Reiseliteratur vermittelt wurde.
Volker Müller, Jahrgang 1959, ist in Deutschland geboren und lebt seit 1987 in China. In den vergangenen vier Jahrzehnten war er in Chongqing, Shanghai und Peking tätig und wohnhaft. Neben seiner Tätigkeit als Elektroingenieur ist er ein leidenschaftlicher Kulturbotschafter, dessen Begeisterung für Reisen und chinesische Literatur ihn zu zahlreichen Expeditionen durch 34 Provinzen Chinas geführt hat – darunter mehr als zehn Reisen nach Tibet und den Himalaya. Diese Reisen haben bei ihm eine tiefe Zuneigung zur Natur und Kultur des Qinghai-Tibet-Plateaus geweckt. Im Ruhestand widmete er sich freiwillig der Übersetzung der Werke „Mein Weg im Himalaya – eine Wanderung von 1000 Meilen, für eine Begegnung mit Dir“ und „Durchs wilde Tibet, ein Roadtrip über das Dach der Welt“ der chinesischen Schriftstellerin Hong Chen ins Deutsche.
Herr He Wenbo, stellvertretender Direktor des Chinesischen Kulturzentrums Berlin, erklärte in seiner Ansprache, dass Professor Hong Chens Werke ihre Reise nach Tibet aus einer einzigartigen Perspektive darstellt und den Dialog zwischen Menschen und Natur dokumentiert. Diese Werke zeigen den Reiz und die tiefe humanistische Dimension der zeitgenössischen chinesischen Reiseliteratur auf. Durch die Übersetzung und Veröffentlichung durch Herrn Müller werden deutsche Leser eingeladen, die Erhabenheit und Ruhe der verschneiten Region sowohl in Text als auch in Bild zu erleben und den fesselnden Geschichten des Hochplateaus zu lauschen.
Herr Müller (Mi Fu) begeisterte die Zuhörer mit einer poetischen Lesung in deutscher Sprache, begleitet von illustrierenden Kommentaren, und ermöglichte ihnen eine eindrucksvolle Reise vom Potala-Palast bis zum Himalaya. Dabei bereicherte er seine Lesung mit Anekdoten aus seinen eigenen Reisen, stellte Tibets Klima, Geographie, kulturelle Vielfalt und ökologischen Schutz vor und gab zahlreiche praktische Reisetipps.
Professor Hong Chen, die ursprüngliche Autorin der Bücher, ist eine hochgeschätzte chinesische Reiseschriftstellerin und Professorin an der Fakultät für Literatur und Journalismus der Chongqing Technology and Business University. Sie dokumentiert ihre Reisen mit feinsinnigem literarischen Geschick und vielfältigen kulturellen Perspektiven. Ihre renommierten Werke, „Durchs wilde Tibet, ein Roadtrip über das Dach der Welt“ und „Mein Weg im Himalaya – eine Wanderung von 1000 Meilen, für eine Begegnung mit Dir“ , die mit dem neunten Bing Xin Prose Award ausgezeichnet wurden, veranschaulichen die Verflechtung von Natur, Glaube und Menschlichkeit. Trotz ihrer Abwesenheit wurde ihr Werk durch die eindringliche Rezitation des Übersetzers, die sprachliche und kulturelle Barrieren überwand, beim deutschsprachigen Publikum begeistert aufgenommen.
In der interaktiven Sitzung führte Herr Müller (Mi Fu), gestützt auf seine langjährige Erfahrung in China, intensive Diskussionen mit dem Publikum über praktische Aspekte wie Reisesicherheit in Tibet, Anpassung an klimatische Bedingungen und Chinas visumfreie Reisepolitik. Dabei zeigte das Publikum großes Interesse am Leben der tibetischen Nomaden. Herr Müller (Mi Fu) erläuterte aus eigener Erfahrung, dass Tibet neben der Bewahrung traditioneller Kultur auch aktiv Modernisierung und die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen vorantreibt, wodurch die Einheimischen durch Bildung und harte Arbeit bessere Chancen erhielten. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der Werdegang eines Bewohners eines abgelegenen tibetischen Dorfes, der eine umfassende Ausbildung erhielt, in den USA studierte und schließlich nach China zurückkehrte, um ein erfolgreiches Leben zu führen – ein Zeugnis der allgemeinen sozioökonomischen Entwicklung Tibets.
Im Anschluss teilte Frau Monika Fimpel ihre Reiseerlebnisse in Tibet und China. Sie betonte den tiefen Eindruck, den die Freundlichkeit der Chinesen sowie die angenehmen und sicheren Reisebedingungen bei ihr hinterließen. Trotz ihrer fehlenden Chinesischkenntnisse hat sie bei zahlreichen Alleinreisen in China äußerst positive Erfahrungen gemacht. Sie unterstrich, dass das intensive Erleben einer anderen Kultur und ihrer Traditionen der beste Weg sei, um ein tieferes Verständnis zu erlangen.
Viele Zuhörer betonten, dass Herr Müllers (Mi Fu) lebendige Schilderung ihnen nicht nur die Erhabenheit und Spiritualität des Hochlandes nähergebracht, sondern auch ihr Verständnis des „Geistes des Reisens“ in der zeitgenössischen chinesischen Literatur vertieft habe. Zahlreiche Teilnehmer äußerten ihren Wunsch, selbst eine Reise zum „Dach der Welt“ zu unternehmen, um die im Buch beschriebene Natur- und Kulturschönheit zu erleben. Die Veranstaltung endete erfolgreich mit herzlichem Applaus und einem warmen Austausch.
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